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einen Gewitterregen sollten wir doch unter Kontrolle haben?
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THEMA: einen Gewitterregen sollten wir doch unter Kontrolle haben?

einen Gewitterregen sollten wir doch unter Kontrolle haben? 05 Jun 2012 21:47 #489

In einem sind wir uns einig: Aus den Gewitterwolken kommt der Niederschlag immer von oben. Dann treffen die großen Regentropfen als „Starkregenereignis“ (© ehemaliger STR Aichinger) auf die abschüssigen Felder der Stöcklerhöhe, am Rohrberg, in Walling, in Hofkirchen oder auch in Wasen. Und wieder einmal hat es vor ein paar Tagen Altenhofen erwischt. Humus und Erdreich ergoss sich über die Katastralgemeinde. Ausgeräumte Landschaft (Kommassierungen), Maisfelder in Hanglage, verschwundene Wiesen, fehlende Feldraine und ein heftiger „Maischütter“ (Starkregenereignis) und fertig ist die Katastrophe.


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Oft tagelang arbeiten dann die Leute vom städtischen Bauhof, der NÖ-Strassenmeisterei, die Feuerwehren und Widhalm`s Kehrmaschinen, um das Wasser und den Erdschlamm in den Kellern, Garagen und auf den Strassen zu beseitigen.
Und wer bezahlt den aufwändigen Katastropheneinsatz? Wie gewohnt werden die Bewirtschaftungsfehler einzelner Bauern und die entstandenen „Begleitschäden“ auf alle aufgeteilt! Das rechnet sich gar nicht für uns Valentiner Steuerzahler/Innen! Warum schaufeln die Mais-Bauern ihren abgeschwemmten, wertvollen Humus nicht selber auf ihre abschüssigen Felder zurück?


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So wie hier am Bild der Wirt am Teich, arbeiten etliche verzagte Altenhofner noch tagelang an der Beseitigung der Schlammlawine. Viele davon sind fuxteufelswild und schimpfen: “Sch… Kukkeruzfelder!“ Aber die „verdächtigten“ Bauern bleiben cool, obwohl der bäuerliche Maschinenring, solidarisch mithelfen könnte, den Schlamm vom Wirts Ferdl seinem neuen Teich weg zu spritzen.


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Oben ist das Maisfeld (Ursache) und unten in Altenhofen sind die Draufzahler (Wirkung). Aber wie lange wissen wir das bereits? Zehn Jahre? Zwanzig Jahre? Höchste Zeit, Ursache und Wirkung zu begreifen.
Ein Blitzschlag oder ein Erdbeben treffen uns unvorbereitet, aber einen Gewitterregen sollten wir doch ohne katastrophale Begleitschäden unter Kontrolle haben!
Vielleicht hat das Valentiner Stadtparlament zur Gemeinderats-Halbzeit eine beherzte Idee. Vielleicht auch starten diejenigen Bauern ein Exempel: mehrere 25 Meter breite Wiesenstreifen auf den exponierten, mit Mais bewirtschafteten Hanglagen. Weniger Maisanbau wäre aber überhaupt die beste Idee: das bringt Biodiversität, wir sparen uns etliches an Hochwasserschutzbauwerken (in Walling z.B.) und weniger Maisanbau schützt auch die Bienenvölker unserer Imker vor dem Aussterben...

Gerne bin ich ein Optimist und vielleicht wird es dann nächstes Jahr entscheidend besser, hofft zumindest mit vielen Valentiner/Innen

Hans Hintersteiner
Anhang:
Letzte Änderung: 11 Jun 2012 18:30 von Hans Hintersteiner.
Folgende Benutzer bedankten sich: Martin Weichselbaumer

Aw: einen Gewitterregen sollten wir doch unter Kontrolle haben? 06 Jun 2012 16:32 #490

Lieber Hans!

Ich kann dir nur vollinhaltlich zustimmen. Leider gibt es Dummheit, Uneinsichtigkeit und Präpotenz auch innerhalb des Bauernstandes, den ich sonst sehr hochschätze- etwa die Mostproduzenten. Grüße, Christian

Aw: einen Gewitterregen sollten wir doch unter Kontrolle haben? 07 Jun 2012 14:09 #491

Präzisierung

Ich bin zu Recht darauf hingewiesen worden, dass ich wohl etwas zu scharf formuliert habe. Vermutlich muss man der Förderpolitik eher kritisieren als konkrete Landwirte- wobei ich niemanden persönlich angreifen wollte. Sollte ich dennoch jemanden gekränkt haben, tut es mir leid, und ich entschuldige mich dafür.
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